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Familienforschung? Ahnenforschung? das muss doch nicht sein?
Also mein Lieber Gast, wenn Du wissen willst, wer und oder was waren Deine Urgroßeltern dann ist das eine Forschung und eine sehr persönliche. Allerdings sei hier gleich darauf hingewiesen, dass es Sinn macht, sich mit gleichgesinnten und Verwandten zu verbünden. Wenn Du Dir darüber im Klaren bist, dass jeder Mensch Vater und Mutter hat, so sind das in der 2. Generation 4 Menschen die Oma und Opa heißen und die 4 haben jeder 2 Eltern! Verstanden? Nach unten ist das mathematisch etwas anders, da die Ehen eine unterschiedliche Anzahl von Kindern haben können, die dann noch als Kinder sterben, unverehelicht bleiben oder unauffindbar verschwunden sind. Und hier können sich doch auch noch die Verbündeten als Cousine 2. Grades entpuppen und es stellt sich die Frage, mit wem bin ich eigentlich nicht verwandt.
Denn Du dieses liest, gehe ich messerscharf davon aus, Du hast einen PC und eine Internetverbindung. Hast Du auch ein Genealogie-Programm? Hoffentlich eines, dass Daten in einer so genannten GEDCOM-Datei einlesen und auch exportieren kann? Das ist nach meiner Meinung eine Minimalvoraussetzung einer zukunftssicheren Datenverarbeitung für Genealogen und Familienforscher. Die Listen und Tafelausdrucke sind mir zweitrangig und wie gesagt, eine vernünftige Schnittstelle bringt die Daten in ein anderes Programm der Wahl. Und wer die großen Ausdrucke will, findet beim Stammbaumdrucker http://www.stammbaumdrucker.de/ sicher eine Vorlage.
GEDCOM steht für GEnealogical Data COMmunication, und hat sich als internationaler Standard für den Austausch genealogischer Informationen durchgesetzt. Dieser Standard wurde durch die familiengeschichtliche Abteilung der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (= Mormonen) entwickelt, wird mittlerweile aber von praktisch allen Ahnenforschern und Ahnenforschungsprogrammen genutzt. Da Daten im GEDCOM-Format programmunabhängig sind, kannst Du Daten beispielsweise in eine andere Software importieren also übernehmen, beispielsweise wenn ein neues Programm genutzt werden soll. Auch Der Datentausch mit anderen Forschern ist so gewährleistet. Hilfsprogramme ermöglichen mit den vorliegenden Daten im GEDCOM-Format beispielsweise eine Webseite zu erstellen. Die aktuelle GEDCOM-Spezifikation kann von http://www.gedcom.org herunter geladen
Kurz ein paar Worte zum Stammbaum: Die meisten Menschen, die vom Stammbaum reden, meinen regelmäßig eine Ahnentafel.
Ein Stammbaum beginnt bei einem männlichen Vorfahr der Familie, der die Wurzel oder den Stamm bildet. Aufsteigend sind die Namensträger der Familie eingetragen, die Äste, die sich dann Generationsweise immer weiter verzweigen und wie eben ein Baum nach oben streben.
Die Ahnentafel dagegen ist streng symmetrisch aufgebaut. Beginnend mit dem so genannten Probanden werden jeweils die Eltern eingetragen und dann deren Eltern. Da hier immer nach dem gleichen Schema vorgegangen wird, kann man die Personen auch benummern und das geschieht am einfachsten mit der sogenannten Kekulé-Nummer: Der Proband erhält die 1, dessen Vater die 2 und die Mutter die 3. Das setzt sich fort: jeweils der Vater bekommt die Verdoppelung der Probanden-Zahl und die Mutter die folgende Zahl. Also ist die Kekuké-Nr des mütterlichen Großvaters die Zahl 6 und die der mütterliche Großmutter lautet 7. Deren Vater erhält die 14 und die Mutter die 29. Ist doch ganz einfach??
Wenn Du noch kein Programm besitzt, ein kostenloses gibt es bei www.Ahnenblatt.de ein ebenfalls kostenloses gutes Programm findet man bei den Mormonen: http://www.familysearch.org/eng/default.asp
Ein sehr gutes kostenloses Programm in deutscher Sprache heißt Ahnenblatt und kann hier: http://www.ahnenblatt.de/ geladen werden.
Also jetzt habe ich den Sammelkorb. Da muss doch noch was rein? Die ersten Daten Deiner Familie findest Du in den Familienbüchern. Bei den Großeltern musst Du wahrscheinlich schon die zuständigen Standesämter anschreiben. Ab 1870 sind die für die Führung der Standes-Register zuständig. Geburten - Hochzeiten - Todesfälle. Davor findest Du Daten in den Kirchenbüchern. Und denke daran: Immer alle Quellen notieren Wer hat mir was erzählt, wer ist da auf dem Foto, wann ist es gemacht? Wo steht die Quelle (das Kirchenbuch)? Band Nr.? Seite? Nebeneinträge?
Immer möglichst alle Kinder einer Familie erfassen und deren Paten nicht vergessen.
Literaturempfehlung: TASCHENBUCH FÜR FAMILIENFORSCHUNG (Ribbe/Henning) erschienen im Verlag Degener Hier wird umfassend der Einstieg in die Familienforschung beschrieben.
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